Unsere Strategie

 

 

 

1.Ausgangslage

Das APB hat 45 Pflegeplätze. Aufgrund der kantonalen Planungsvorgaben ist ein Kapazitätsausbau nicht möglich.

Die aktuell verrechnete Grundtaxe wird auf der Obergrenze für Ergänzungsleistungsbezügerinnen und -bezüger definiert, was die Ertragssituation des APB fixiert.

Die meisten Anbietenden im Alters- und Pflegebereich offerieren neben ihren Pflegeplätzen auch betreutes Wohnen. Dieses Angebot ist sehr gesucht, steht jedoch Personen mit Ergänzungsleistungen aktuell nicht zur Verfügung.

 

2. Vision

Das APB stellt in Kooperation mit den benachbarten Partnern (Alterswohnungen an der Chutzenstrasse 3 sowie geplante Alterswohnungen auf der Postparzelle an der Chutzenstrasse 1) ein integrales, attraktives Angebot für Wohnen und Pflege im Alter (durchlässiges Wohn- und Pflegemodell) zugunsten der Bevölkerung von Bremgarten und Umgebung zur Verfügung.

 

3. Strategische Entscheide zum Kerngeschäft

 

3.1 Bewohnerinnen une Bewohner

  • Das APB fokussiert auf eine Bewohnerschaft mit einem Pflegebedarf von 3 bis 9 Pflegestufen gemäss BESA. Der aktuelle Durchschnitt von 4 Pflegestufen soll in den nächsten fünf Jahren auf einen Wert von 5 gesteigert werden.
  • Die Eintritte werden nach der Dringlichkeit priorisiert. Bei gleichem oder ähnlichem Pflegebedarf haben Bewohnerinnen und Bewohner aus Bremgarten bzw. Personen mit einem engen Bezug zu Bremgarten Vorrang.
  • Das APB führt keine geschlossene Demenzabteilung. Eine professionelle Pflege und Betreuung von Bewohnerinnen und Bewohnern mit einer demenziellen Erkrankung werden durch einen integrativen Ansatz, geschultes Personal und bauliche Massnahmen (z.B. Modernisierung der Notrufanlage) sichergestellt. In Ausnahmefällen muss eine vorübergehende oder definitive externe Lösung gefunden werden.

 

3.2 Pflege / Qualität / Personal

  • Das APB gewährleistet Dienstleistung und Qualität zugunsten der Bewohnerinnen und Bewohner durch qualifizierte Mitarbeitende in genügender Zahl. Es begegnet dem Fachkräftemangel durch attraktive Arbeitsbedingungen sowie interner Förderung und Personalentwicklung.

 

3.3 Hotellerie / Gastronomie

  • Die Leistungen im Bereich Hotellerie und Gastronomie werden durch das APB selber erbracht.
  • Die Unterstützung durch Freiwillige (Cafeteria, Fahrdienst etc.) und Zivildienstleistende ermöglicht die Erbringung, Ergänzung und die Erweiterung des Gastronomie- und Betreuungsangebots.
  • Mit dem offenen Mittagstisch sowie dem Fahr- und Mahlzeitendienst steht das APB in Kontakt mit der (älteren) Bevölkerung von Bremgarten und Umgebung, baut Schwellenängste ab und bewirbt das stationäre Angebot.

 

3.4 Administration

  • Die Administrationsaufgaben werden weiterhin inhouse erbracht. Bei speziellen Fragestellungen können externe Spezialistinnen und Spezialisten beigezogen werden.

 

3.5 Informatik

  • Um à-jour zu bleiben sind Investitionen in neue Soft- und Hardware unumgänglich.
  • Das Projekt eHealth (elektronisches Patientendossier) wird im APB bis 2022 umgesetzt.

 

3.6 Infrastruktur

  • Unterkunft und Umgebung sollen gepflegt sein und dem heutigen Standard entsprechen. Deshalb wird das Gebäude (Küche, Infrastrukturteile) saniert und umgebaut.

 

4. Strategische Entscheide betreffend Angebotserweiterung

 

4.1 Ferienzimmer

Im Rahmen des Umbauprojekts werden der heutige Aufenthaltsraum und das Pflegbüro im 1. Stock zu einem vollwertigen Pflegezimmer mit Nasszelle umgebaut. Dadurch kann ein Ferienzimmer für Kurzaufenthalte angeboten werden. Zudem hat man eine Ausweichmöglichkeit, wenn Umbauarbeiten in einem Pflegezimmer notwendig sind. Ausserdem kann das Zimmer auswärtigen Angehörigen bei einem Besuch zur Verfügung gestellt werden.

 

4.2 Angebotserweiterung bei den Servicewohnungen Chutzenstrasse 3

Den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alterswohnungen an der Chutzenstrasse 3 werden zusätzliche Dienstleistungen, wie z.B. Wäscheservice, Putzen usw. vermehrt angeboten. Von einem Ausbau des Angebots an die übrige Gemeinde wird abgesehen.

 

4.3 Dienstleistungen z.G. der zukünftigen Alterswohnungen Chutzenstrasse 1

Nach Erstellung des neuen Gebäudes an der Chutzenstrasse 1 wird angestrebt, dass das APB im Bereich Infrastruktur und wenn möglich auch Verwaltung Dienstleistungen erbringen wird.

 

4.4 Catering

Nach dem Umbau des APB ist das Catering auszubauen (z.B. Essen für Vereine, Anlässe im Gemeindezentrum). Dabei sind die bestehenden Beziehungen auszunutzen und die Dienstleistung aktiv zu bewerben.

 

4.5 Erweiterung Mittagstisch und Mahlzeitendienst

  • Das Mittagstisch-Angebot für die Gruppe 60+ wird ab 2019 erweitert.
  • Sollte die Nachfrage für den Mahlzeitendienst steigen und die Kapazität des Fahrdienstes überschritten werden, muss zusammen mit der Gemeinde ein ergänzendes Angebot erarbeitet (und finanziert) werden.

 

5. Strategische Projekte und Massnahmen

 

5.1 Umbauprojekt

Mit dem geplanten Umbauprojekt, das im Frühling 2019 startet, sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • Erweiterung und Modernisierung der Küche
  • Steigerung der Attraktivität und Funktionalität des Speisesaals
  • Zusätzliche Verpflegungsmöglichkeiten auf den oberen Stockwerken
  • Verbesserung des Raumklimas
  • Erneuerung der Glasfassaden
  • Erneuerung des Eingangs-/Empfangsbereichs
  • Vergrösserung des Lagers
  • Verbesserung der Garderobensituation der Mitarbeitenden
  • Verbesserung der Betriebsabläufe

 

5.2 Kooperationen

Bereits heute besteht eine enge Zusammenarbeit mit anderen Anbietern im Altersbereich (Kirchgemeinde, Spitex, Gemeindeverwaltung) durch den Einsitz der APB-Geschäftsführerin in der Fachkommission für Alter Bremgarten (FABre). Dadurch ist es möglich, beim Aufbau von neuen Angeboten im Altersbereich mitzuarbeiten.

 

5.3 Kooperation mit weiteren Partnern und Anbietern

Das APB ist an einer engen Zusammenarbeit mit anderen Anbietern aus dem ambulanten und stationären Bereich interessiert. Die Kooperation beim Einkauf und anderen Fachdienstleistungen (IT, Aus- und Weiterbildungen etc.) wird geprüft.